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Hochzeitsbräuche

Es gibt zahlreiche Bräuche, die rund um die Eheschließung mit dem Brautpaar vollzogen werden. Einige haben Sie sicher schon einmal gesehen oder davon gehört. Aber woher kommen eigentlich diese Rituale?

Im Folgenden wollen wir Ihnen die Bedeutung einiger der beliebtesten Hochzeitsbräuche näher bringen.

Reis werfen

Die Hochzeitsgäste werfen nach der Trauung Reiskörner über das Brautpaar. Dies soll nach alter Überlieferung die Fruchbarkeit symbolisieren.

Ähnlich verhält es sich mit dem Blütenstreuen; die von Blumenkindern zu Ehren des Brautpaars verstreuten Blüten sollen die Fruchtbarkeitsgötter anlocken, die dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren sollen.

Zersägen eines Baumstamms

Das Brautpaar zersägt mit vereinten Kräften und einer meist etwas zerschlissenen Säge einen Baumstamm. Damit soll für die Zukunft das gemeinsame Handeln voller Glück symbolisiert werden.

Herz ausschneiden

Eine etwas weniger schweißtreibende Alternative, gemeinsames Handeln und Überwinden von Hindernissen zu symbolisieren, ist das Ausschneiden eines roten Herzens, das auf ein weißes Bettlaken aufgetragen wurde. Das Brautpaar schneidet, meistens mit Nagelscheren, das Herz aus dem von Freunden oder Verwandten gehaltenen Laken gemeinsam aus (von unten beginnend, der Mann nach links, die Frau nach rechts). Anschließend trägt der Mann seine Braut durch das Laken. 

Spalier stehen

Freunde und Verwandte bilden ein Spalier, durch das das Brautpaar nach Verlassen des Standesamtes oder der Kirche hindurch schreitet. Der Gang durchs Spalier soll helfen, dass das Paar gemeinsam durchs Leben geht und alle Hindernisse gemeinsam meistert.

Brautstrauß werfen

Die Braut steht mit dem Rücken zu den versammelten unverheirateten Frauen und wirft den Brautstrauß in die aufgebrachte Frauenschar: Diejenige, die den Strauß fängt, wird wahrscheinlich als nächste heiraten!

Vier Dinge für die Braut

Eine Braut sollte an ihrem Hochzeitstag vier Dinge bei sich haben, um in der Ehe glücklich zu werden: Etwas Altes (z.B. ein altes Familienschmuckstück, um die Familientradition weiterzuführen), etwas Neues (z.B. der Ehering, der das vor ihr liegende Leben als Ehefrau bezeichnet), etwas Geliehenes (z.B. eine geliehene Halskette als Zeichen für Freundschaft und Glück) und etwas Blaues (z.B. ein Strumpfband als Sinnbild für Treue).

Die Braut über die Schwelle tragen

Nach diesem Brauch sind die bösen Geister, die das junge Glück des Brautpaares stören wollen, unter der Schwelle des Hochzeitshauses verborgen. Deshalb wird die Braut vom Bräutigam mit Schwung über die Schwelle getragen.