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Niedersächsischer Familienpreis 2007 geht nach Springe

Land Niedersachsen prämiert Springer Familien-Offensive mit dem ersten Platz

Das Engagement des Schul-, Sport- und Jugendamtes der Stadt Springe hat sich gelohnt. Die vielen Bausteine einer familienfreundlichen Stadt, die seit 2005 unter dem Motto „Familien-Offensive“ durchgeführt und umgesetzt wurden, wurden am 17. November 2007 vom Land Niedersachsen in einer Feierstunde im Celler Schloss mit dem Niedersächsischen Familienpreis 2007 prämiert.

Fast 40 Gemeinden, Städte und Landkreise hatten sich um den begehrten Titel beworben, den das Land Niedersachsen in Kooperation mit dem Nieders. Städtetag, dem Nieders. Städte- und Gemeindebund und dem Nieders. Landkreistag im Sommer diesen Jahres ausgelobt hatte.

Dass die Stadt Springe schlussendlich auf dem Siegerpodest und ersten Platz in Niedersachsen steht, ist den vielen innovativen Ideen und Initiativen zu verdanken, die das Schul-, Sport- und Jugendamt in Springe umgesetzt hat: so unter anderem die unterschiedlichen Wettbewerbe, die für Bürgerinnen und Bürger („Meine Stadt Springe“/ „Fotowettbewerb „Meine Stadt“) und Unternehmen („Familienfreundliche Unternehmen“) ausgelobt wurden, die Kampagne „Respekt“ zur Förderung des Ehrenamtes, der „QualiAktivPass“ (Bewerbungshilfe für Schüler der weiterführenden Schulen), die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der familienfreundlichen Entwicklung der Deisterstadt, der Ausbau der Kindertagesstätten und die Flexibilisierung der bedarfsgerechten Angebote der Kinderbetreuung, die familienfreundliche Umgestaltung und Modernisierung des Hallenbades und nicht zuletzt die Einrichtung des in Niedersachsen in dieser Form einmaligen Familienbüros in der Springer Innenstadt.

Vor über 250 Zuhörern lobten Laudator Heiger Scholz, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages und Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann das niedersachsenweit einzigartige Engagement der Stadt Springe in Bezug auf deren familienfreundliche Ausgestaltung.

 

„Die Deisterstadt zeichnet sich mit einem weit über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehenden Engagement für Familien aus. Sommergruppen in den Ferien, Tagesmüttervermittlung, der QualiAktivPass sind neben 17 KiTas mit flexiblen Öffnungszeiten und rund 1.000 Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Grundschulalter wichtige Bausteine des Angebots. Sie orientieren sich nicht an den Angeboten der Einrichtungen, sondern an den Wünschen und Bedarfslagen Ihrer Bürger und richten Ihre Angebote danach aus. Weitere Serviceangebote der Stadt für Familien können von den Eltern im zentral gelegenen Familienbüro abgerufen werden. Alles das, was in den nominierten Kommunen dieses Wettbewerbes als herausragendes Beispiel für Familienfreundlichkeit benannt wurde, ist in der Stadt Springe bereits ganz selbstverständlich“, lobte Laudator Heiger Scholz die Familien-Offensive der Stadt Springe „und die engagierte und familienfreundliche Stadt am Deister hat noch weit mehr für Familien zu bieten. Sie ist damit nicht nur als hervorragende Bildungsstadt, sondern eben auch als familienfreundliche Stadt bekannt. Springe hat gut daran getan, die Aufgaben der Jugendhilfe freiwillig zu übernehmen. Das Schul-, Sport- und Jugendamt engagiert sich weit mehr, als es im Lande üblich ist. Man merkt sehr deutlich, dass hier engagierte Menschen arbeiten, die in ihrem Job nicht auf die Uhr schauen und zum Wohle der Bürger handeln. Das ist keinesfalls selbstverständlich, Sie sind damit Vorbild für viele andere Kommunen in Niedersachsen.“

Nicht ohne Stolz nahmen Bürgermeister Jörg-Roger Hische und Amtsleiter Dirk Schröder die Urkunde des Landes und einen Scheck in Höhe von 12.000 Euro im „Blitzlichtgewitter“ mehrerer Pressefotografen entgegen. „Für die Stadt Springe bedeutet der Gewinn dieses landesweiten Wettbewerbes einen hohen Imagegewinn für künftige Marketingstrategien unserer familienfreundlichen Stadt“, so Bürgermeister Hische. „Es ist den vielfältigen Ideen und innovativen Projekten unseres Schul-, Sport- und Jugendamtes zu verdanken, dass wir heute diesen hervorragenden Preis erhalten. Besonders möchte ich dem Amtsleiter Dirk Schröder für sein Engagement danken, die Familien-Offensive mit ihren vielen Facetten ist sein Werk.“

Die aus Springe angereiste Delegation (neben Bürgermeister Roger Hische und dem Leiter des Schul-, Sport- und Jugendamtes Dirk Schröder die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Antje Cordts (SPD) und der Ratsherr Henning Hische (CDU)) hatte alle Hände voll zu tun, um die mitgebrachten Infoflyer an interessierte Kommunen weiter zu geben. Die Bausteine der Familien-Offensive wurden in einer Präsentation dargestellt und von etlichen Vertretern anderer Kommunen bestaunt.


Pressefoto v.l.:
Heiger Scholz, Antje Cordts, Dirk Schröder, Henning Hische, Roger Hische, Mechthild Ross-Luttmann
 

Am Rande der Veranstaltung informierte sich Sozialministerin Ross-Luttmann bei Amtsleiter Schröder über die ersten Erfahrungen mit dem Familienbüro. „Was Sie in Springe mit dem Familienbüro geschaffen haben, ist ganz einzigartig, ich bin begeistert von den innovativen Ideen, der hervorragenden Lage in der Innenstadt und Ihrer kreativen Umsetzung“, betonte die Ministerin.

Der Niedersächsische Familienpreis 2007 soll auf jeden Fall nicht der Schlusspunkt der vielfältigen Aktivitäten in Springe sein, sondern der Beginn weiterer Strategien zur Förderung familienfreundlicher Initiativen. Das Preisgeld in Höhe von 12.000 Euro wird in den nächsten Monaten in weitere Projekte investiert, die im Kontext der Familien-Offensive durchgeführt werden sollen.

Unter anderem ist bereits ein neuer Flyer im Druck, der das Familienbüro der Stadt Springe darstellt, KFZ- Aufkleber sollen produziert werden, um die prämierte familienfreundliche Stadt nach außen hin noch bekannter zu machen.

Die Prämierung der Stadt Springe ist nicht ausschließlich den Initiativen der Stadtverwaltung und politischen Fachausschüssen zu verdanken, sondern ausdrücklich auch allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Unternehmen, die mit ihren individuellen Möglichkeiten dazu beigetragen haben, dass in Springe vielfältige Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Familien existieren.

 

Der Grundgedanke der Familien-Offensive, die Sensibilisierung aller Bürgerinnen und Bürger, der Stadtverwaltung und Politik für die Bedürfnisse von Familien, ist sicherlich in weiten Teilen in Springe erreicht. Familienfreundliche Aspekte sind mittlerweile beständig Thema in den politischen Gremien und in vielen Vereinen und Verbänden. Doch Ausruhen kann man sich in Zeiten des demografischen Wandels auch aufgrund dieser Prämierung sicherlich nicht. Es müssen Bedingungen geschaffen werden, die Familie und Beruf in Einklang bringen, Kindern und Jugendlichen Chancen eröffnen und Familien unterstützen.

Politik und Verwaltung der Stadt Springe können hier Impulse geben, entscheidender ist jedoch das Engagement der Bürger, Vereine, Verbände und Einrichtungen, die mit ihren individuellen Möglichkeiten zu einer familienfreundlichen Stadt beitragen.

Download einer PowerPoint-Präsentation zur Familien-Offensive ( 3 MB )