Springe muss den Winterdienst stark
einschränken
Der anhaltende Winter mit ständig neuen
Schneefällen und einem Wechsel von Frost
und Antauphasen macht die Straßen in
Springe zunehmend unpassierbar. Da der
Salzvorrat bis auf eine wenige Tonnen
umfassende Notreserve aufgebraucht ist,
hat die Stadt in den vergangenen Tagen
das Streuen der Fahrbahnen eingestellt.
Als Ergebnis der Temperaturschwankungen
mit zwischendurch antauendem Schnee hat
sich auf fast allen Straßen eine
Eisdecke gebildet. Alle
Verkehrsteilnehmer sind zu besonderer
Vorsicht aufgefordert. Insbesondere an
Kreuzungen muss durch das ständige
Bremsen und Anfahren mit extremer
Straßenglätte gerechnet werden, so dass
man sich diesen Bereichen nur noch mit
Schrittgeschwindigkeit nähern darf. Der
Betriebshof versucht die Gefahrenpunkte
mit Streuen von Sand oder Splitt zu
entschärfen, dies ist aber nur eine
notdürftige Hilfe mit geringer Wirkung.
Der enorme bundesweite Salzbedarf
führt dazu, dass Springe keine
Nachlieferungen mehr erhält. Die letzte
Salzlieferung erfolgte am 20. Januar.
Über Kontakte des Betriebshofes war es
noch gelungen, eine Lkw-Ladung Salz aus
Lettland zu erhalten. Eine weitere
Versorgung von Springe mit Salz ist
jedoch nicht abzusehen.
Die weiteren Wetterprognosen mit
Temperaturen um den Gefrierpunkt,
weiteren Schneefällen und in den
nächsten Tagen auch noch Regen auf den
vereisten Straßen lassen eine deutliche
Verschärfung der Verkehrssituation
erwarten. Nach dem heutigen Stand kann
nicht mehr sichergestellt werden, dass
der allgemeine Verkehr und damit auch
der Öffentliche Personennahverkehr
aufrecht erhalten werden kann. Die
Verwaltung bittet deshalb alle
Verkehrsteilnehmer um größte
Rücksichtnahme und Vorsicht im
Straßenverkehr.